Erste Energy Unit | Wärmepumpe im Einsatz

Die schlüsselfertige Energiezentrale „Energy Unit | Wärmepumpe“ ist eine gemeinsame Entwicklung von Alois Müller und Vaillant. Die erste nachhaltige, realisierte Zentrale beheizt jetzt ein Mehrfamilienhaus in Bayern.

Containerlösung Energiezentrale mit Wärmepumpen vor einem Mehrfamilienhaus
Die Nummer eins der „Energy Unit | Wärmepumpe“, von Alois Müller und Vaillant versorgt ein Mehrfamilienhaus in Penzberg/Oberbayern. – © Alois Müller GmbH
Heizzentrale innen
Innenansicht: Im Vergleich zu einer klassischen Wärmepumpen-Kaskade wird die Energy Unit flexibel außerhalb des Gebäudes als vollständig konfektionierte und ausgestatte Heizzentrale aufgestellt. – © Vaillant

Ein Mehrfamilienhaus im oberbayerischen Penzberg ist die erste Immobilie, die einer modulare Heizzentrale auf Wärmepumpenbasis beheizt. Diese neue Systemlösung hat Wärmepumpenanbieter Vaillant gemeinsam mit dem mittelständischen Energie- und Gebäudetechnik-Spezialisten Alois Müller aus Ungerhausen/Allgäu) entwickelt.

Vorstellung Energy Unit | Wärmepumpe

Die modulare Heizzentrale kann große Wohnanlagen und Gewerbeimmobilien regenerativ mit Warmwasser und Heizenergie versorgen. Dank einer Kaskadenschaltung lassen sich selbst große Wohnimmobilien mit bis zu 30 Wohneinheiten und einer Heizlast von bis zu 65 kW über die neue „Energy Unit“-Wärmepumpe versorgen. Diese kann monoenergetisch oder als Gas-Hybridvariante betrieben werden.

Die gesamte Anlagentechnik, der Pufferspeicher und die Regelung der Heizkreise sind bereits anschlussfertig in der Einheit zusammengefasst. Vaillant-Spezialisten montieren sie vor Ort.

Einheit mit 36 kW Leistung in Penzberg

Das Wohnhaus in Penzberg, Baujahr 1982, besitzt sechs Wohneinheiten. Sie beheizten ehemals Nachtspeicheröfen. In der neuen Heizzentrale kommt eine Energy Unit | Wärmepumpe der Größe M für bis zu zehn Wohneinheiten zum Einsatz. Sie ist mit drei aroTherm-plus-Wärmepumpen von Vaillant mit jeweils 12 kW bestückt. Sie beheizen die Wohnungen des Mehrfamilienhauses mit einer Gesamtleistung von 36 kW komplett regenerativ. Zur Spitzenlastabdeckung ist die monoenergetische Energiezentrale zusätzlich mit dem Elektro-Wandheizgerät eloBlock von Vaillant ausgestattet.

Für das Beheizen der 554 m² Wohnfläche entstehen künftig nur noch 32 kg statt 84 kg CO2-Emissionen pro m² im Jahr. Zudem verbessert sich die Energieeffizienzklasse des Gebäudes von E auf B – trotz eines Verzichts auf weitere energetische Sanierungsmaßnahmen der Gebäudesubstanz.

Elf Tonnen schwer

„Nach der Befüllung mit Heizwasser ging ’s dann auch gleich los“, sagt Kevin Mayer, der verantwortliche Projektingenieur der Alois-Müller-Gruppe. Obwohl die 36-kW-Einheit insgesamt 11 t auf die Waage bringt, musste die Standfläche nicht betoniert werden, da die Energy Unit über eine durchgängige eigene Bodenplatte verfügt. „Das vereinfacht und beschleunigt den Installationsprozess enorm“, so Mayer.

Der Anfang ist gemacht

„Das Interesse aus der Immobilienwirtschaft ist definitiv da. Direkt nach der Vorstellung auf der Fachmesse IFH in Nürnberg haben wir einige konkrete Projektanfragen erhalten, auch von sehr großen Wohnungsbaugesellschaften. Es scheint so, als ob die Zeit reif ist für die Energie- und Wärmewende“, sagt Markus Schramm, ebenfalls Geschäftsführer der Alois Müller GmbH. Auch in Penzberg soll der eingeschlagene nachhaltige Weg weitergehen. „Der Gebäudekomplex besteht hier aus mehreren Teilen, die schrittweise saniert werden. Die ersten Wohnungen werden jetzt von unserer Nummer eins versorgt, für den nächsten Gebäudeteil ist die Nummer zwei schon in der Projektierung“, so Mayer.

alois-mueller.com

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