
Jubel, Applaus und stolze Gesichter: Bei der feierlichen Freisprechung des Oldenburger Handwerks wurden 200 Nachwuchstalente in den Gesellenstand erhoben – darunter 22 frischgebackene Fachkräfte aus dem SHK-Handwerk. Vor rund 700 Gästen erhielten sie ihren Gesellenbrief. Doch für viele ist dies erst der Anfang: Der nächste Meilenstein steht bereits auf ihrer Agenda.

Ein letztes Mal ertönt das Klicken des Auslösers, dann gibt es tosenden Applaus, lauter Jubel schallt durch die Eventlocation. Verdientermaßen – denn der offizielle Teil der Winter-Freisprechungsfeier des Oldenburger Handwerks ist mit der Aufnahme des gemeinsamen Gruppenfotos vorüber. Die vergangenen 90 Minuten besiegeln für exakt 200 Nachwuchstalente, unter Ihnen 22 aus dem SHK-Handwerk, die Ausbildungszeit.
Das Stück Papier, das sie nun in Ihren Händen halten, ist ihr Gesellenbrief. Das, worauf Sie seit dreieinhalb Jahren hingearbeitet haben. „Du hast es geschafft“ – passender könnte das Motto des Abends nicht sein.
Mehr als 700 Gäste
Wenn die Gewerke Kraftfahrzeug-, Zweirad-, Land-/Baumaschinen- sowie Sanitär-/Heizungstechnik und das Elektro- sowie Metallhandwerk gemeinsam freisprechen, kommen eine Menge Menschen zusammen. Neben den Stars des Abends, den ehemaligen Auszubildenden, wurden auch ihre Ausbildungsbetriebe, die Prüfungsausschüsse, Innungsvorstände, Veranstaltungssponsoren und natürlich die Familien der frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen eingeladen. Mit über 700 Gästen ist der Eventhof Urban in Wüsting also gut gefüllt, als Moderator und NDR-Gesicht Phillip Kamke die Bühne betritt, um die Veranstaltung zu eröffnen. An seiner Seite ist Kreishandwerksmeister Boris Jersch. Er ist selbst leidenschaftlicher Handwerker, dem die Freude über so viele frische Talente für die Branche sichtlich anzusehen ist. „Ich freue mich riesig, heute hier sein zu dürfen und so viele junge Menschen bei diesem wichtigen Schritt begleiten zu können. Nicht nur das Handwerk, sondern vor allem unsere Gesellschaft braucht euch – und das mehr denn je.“
Nächster Meilenstein wird anvisiert
Während der Vergabe der Gesellenbriefe auf der Bühne durch die Obermeister und Prüfungsausschüsse der beteiligten Innungen (Metall-Innung, Elektro-Innung, Innung für Sanitär- und Heizungstechnik, Kraftfahrzeug-Innung, Zweiradmechaniker-Innung, Innung für Land- und Baumaschinentechnik Oldenburg) lässt Moderator Kamke vor allem diejenigen zu Wort kommen, denen an diesem Abend die Ehre gebührt: Die meisten Absolventinnen und Absolventen sind über besonders gute Abschlüsse ihrer Gesellenprüfung überrascht. Ganz anders als Nico Bümmerstede, prüfungsbester Anlagenmechaniker für SHK, der bereits eine Vorahnung hatte, wie er im Kurzinterview auf der Bühne zugibt und damit für den Running Gag des Abends sorgt. Eines wird aus den Worten des ambitionierten Nachwuchses deutlich: Mit dem Gesellentitel ist noch nicht Schluss. Die Meisterschule als nächstes Ziel wird an diesem Abend nicht nur einmal genannt.

Format nach dem Erstaufschlag optimiert
Bereits im vergangenen Jahr hatten die Innungen eine gemeinsame Freisprechung der dreieinhalbjährigen Ausbildungsberufe in Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft Oldenburg organisiert. Kreishandwerksmeister Jersch weiß dieses Engagement zu schätzen: „So eine Veranstaltung ist keine Selbstverständlichkeit und erfordert neben vielen Händen eine enorme Logistik und Verantwortung. Vielen Dank an das Team!“
Zur Optimierung des zweiten Aufschlags wurden die gesammelten Erfahrungen aus dem Vorjahr genutzt. Cehan San, Obermeister der Innung für Sanitär- und Heizungstechnik, zeigt sich zufrieden: „Es war dieses Mal noch eine Spur runder als ohnehin schon. So eine Veranstaltung bringt genau die Wertschätzung für das Handwerk, die von allen Seiten gefordert wird.