Großhandel: Im September alle Warengruppen im Plus

Der deutsche Haustechnikgroßhandel hat in den ersten drei Quartalen 2026 über alle Warengruppen mehr umgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Heizung wuchs am stärksten. Sanitär vor der Wand liegt über drei Quartale leicht im Minus. Im September lagen alle Warengruppen im Plus.

Balkendiagramm Umsatzentwicklung SHK-Großhandel
Umsatzentwicklung SHK-Großhandel 3. Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Januar bis September 2026 ist kumuliert dargestellt. – © DG Haustechnik

Heizung bleibt auch im dritten Quartal 2026 die wichtigste Warengruppe für die Umsätze im deutschen Haustechnik-Großhandel. Das geht aus der anonymen Umfrage des DG Haustechnik unter seinen Mitgliedsunternehmen hervor. Von Januar bis September stiegen die Umsätze über alle Warengruppen um 6,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Aufgegliedert nach Warengruppen legte Heizung um 10,7 % zu und Installation um 4,8 %. Sanitär vor der Wand liegt dagegen mit 1,5 % im Minus.

Installation stabil, Sanitär ohne Rückgänge

Die Warengruppe Installation legte im August und im September um jeweils 7,7 % zu. Bei Sanitär vor der Wand gab es in beiden Monaten im Vergleich zum Vorjahr zumindest keine Umsatzrückgänge mehr. Im Bereich Heizung ist das Wachstum im September dagegen schwächer geworden: Das Plus fiel von gut 16 % im August auf rund 10 %. Einen möglichen Grund sieht der Verband darin, dass Wärmepumpen teilweise knapp sind.

Trotz anhaltender geopolitischer Krisen und schwacher Neubautätigkeit bewertet der DG Haustechnik die Zwischenbilanz insgesamt positiv.

Unsicherheitsfaktor Förderkürzung

„Entscheidend für ein positives Jahresergebnis bleibt, dass sich die Umsatzerlöse in den Warengruppen Heizung und Installation im deutschen Haustechnik-Großhandel zumindest auf dem aktuellen Niveau verstetigen“, sagt Johannes M. Börner, erster Vorsitzender des DG Haustechnik. Wie sich die weitere Kürzung der Förderung beim Heizungstausch durch das GModG auswirkt, sei derzeit nur schwer realistisch einzuschätzen.

In Zeiten großer politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit sei das positive Gesamtergebnis der Branche „ein kleiner Lichtblick“. Sorgen macht dem Verband weiterhin der Bereich Sanitär. Eine verstärkte Investitionsbereitschaft sei dort „weiterhin nicht in Sicht“, so Börner.

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