Das Jahr 2024 bleibt nach neun Monaten weiterhin herausfordernd für den Haustechnik-Großhandel in Deutschland. Eine anonyme Datenerhebung unter den Mitgliedern des Verbandes DG Haustechnik zeigt im September eine leichte Annäherung an die „Null-Linie“ über alle Warenbereiche hinweg.

Die September-Daten signalisieren im Vergleich zum Vormonat eine leichte Trendumkehr. Der Bonner Großhandelsverband hat ebenso wie Haustechnik-Industrie und SHK-Handwerk die Zahlen zum 3. Quartal 2024 herausgegeben. Besonders das Warensegment Heizung verzeichnete im vergangenen Monat eine Aufwärtstendenz. Laut DG Haustechnik beeinflussen zwei Faktoren diese Entwicklung. Zum einen begann das Heizungsgeschäft bereits im September des Vorjahres nachzulassen, zum anderen bringt der Herbst nun das saisonale Geschäft etwas in Schwung.
Noch keine Vorhersage für Trendumkehr
Johannes M. Börner, 1. Vorsitzender der DG Haustechnik, erklärt: „Den Kunden fehlt weiterhin eine verlässliche Perspektive für Investitionen. Trotz der bestehenden Rahmenbedingungen durch das GEG und die Fördermaßnahmen reichen diese aktuellen Zahlen noch nicht aus, um eine nachhaltige Trendumkehr bei der Heizungsmodernisierung vorherzusagen.“
Die im DG Haustechnik organisierten Mitglieder bilden 90 % des SHK Großhandels-Umsatzes in Deutschland ab. 50 % des Heizungsumsatzes liefert der SHK-Großhandel an das Fachhandwerk. Bei Sanitärartikeln beträgt der Anteil ca. 70 %.
Erläuterung zu den Daten Haustechnik-Großhandel
Die kumulierten Ergebnisse für die ersten drei Quartale 2024, die in Grafik 1 dargestellt sind, zeigen mit -13,9 % im Vergleich zu -14,9 % im ersten Halbjahr 2024 nur eine leichte Verbesserung. Die Bereiche Installation und Sanitär Vor der Wand bewegten sich in den vergangenen drei Monaten insgesamt eher seitwärts. Das zweite Diagramm in Grafik 2 mit den Monatswerte des laufenden Jahres im Vergleich zum Vorjahr zeigt jedoch: Immerhin im Juli lagen Installation und Sanitär Vor der Wand, wenn auch nur in geringem Umfang, über Vorjahresniveau.

