Um die Klimaziele zu erreichen, sind die Technologien der Gebäudeautomation ein wesentlicher Schlüssel – zumal viele Objektgebäude nun per Gesetz nachgerüstet werden müssen. In seinem Industrie-Podcast bespricht der VDMA das Thema „Gebäudeautomation: Chancen und Nachrüstpflichten ab 2025“.

Jeder kennt die Klimaanlagen oder Heizungen in seiner Arbeitsstätte. Eine Gebäudeautomation aber kümmert sich um viel mehr: Sie umfasst die Gesamtheit aller Steuer-, Regel- und Optimierungseinrichtungen sowie Software und Engineering-Leistungen, mit denen sich der tägliche Betrieb eines Gebäudes effizient und klimafreundlich gestalten lässt. In der Praxis allerdings werden die Möglichkeiten der Technik oft nur unzureichend genutzt. Häufig sind sie auch nicht umfänglich installiert. Das passiert vor allem, weil häufig schon im Bauprozess der Rotstift angesetzt wurde.
Ab dem Jahr 2025 verpflichtet das Gebäudeenergiegesetz (GEG) jedoch viele Betreiber von Nichtwohngebäuden – also Produktionsstätten, Bürogebäude oder Lagerhäuser –, ihre Immobilien nachzurüsten.
Industrie-Podcast des VDMA
Die Änderung des rechtlichen Rahmens bietet Folgen und Chancen. Diese erläutern Rainer Haueis, General Manager von Siemens Smart Infrastructure, und Peter Hug, Geschäftsführer des VDMA Fachverbands Automation + Management für Haus + Gebäude in der neuen Folge des Industrie Podcast des VDMA „Gebäudeautomation: Chancen und Nachrüstpflichten ab 2025“.
Denn für die Gebäudebetreiber geht es jetzt erst einmal darum, eine Bestandsaufnahme zu machen. Gerade das ob und wie Immobilien von dieser Nachrüstpflicht betroffen sind, erläutert Rainer Haueis. Dabei gehe es im Kern um fünf Punkte, zu denen die kontinuierliche Überwachung und Analyse der Energieverbrauchswerte gehören. Aber auch Benchmark-Vergleiche sind durchzuführen, um damit Effizienzverluste zu vermeiden, ergänzt Peter Hug.
Vorgaben für einen nachhaltigen Gebäudebetrieb
Letztendlich lautet das Ziel des Gesetzes, einen nachhaltigen Gebäudebetrieb sicherzustellen. Die dafür benötigten Technologien stehen bereit. Studien zeigen, dass die Energieeinsparungen durch Gebäudeautomation die benötigten Investitionskosten um ein Vielfaches übersteigen. Und weil die jüngste Europäische Richtlinie vorsieht, dass ab 2030 auch kleinere Nichtwohngebäude nachgerüstet werden müssen, „tickt die Uhr also auch für viele weitere Gebäudebetreiber“, resümiert VDMA-Experte Hug.
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