Eine Analyse von Massivhausanbieter Town & Country Haus zeigt, dass die Hälfte der in Deutschland angebotenen Wohnimmobilien keine Energieeffizienzklasse im EU-Energieausweis ausweist. Mit Blick auf die neue EU-Gebäuderichtlinie steigt der Handlungsdruck für Eigentümer, den energetischen Zustand ihrer Immobilie frühzeitig zu dokumentieren.


Für rund die Hälfte aller zum Verkauf stehenden Häuser besitzt aktuell keinen Energieausweis. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung von Town & Country Haus, einer Marke für lizenzierten Massivhausbau.
Hausbesitzern ohne Energieausweis drohen bereits jetzt Nachteile bei Verkauf, Vermietung oder Finanzierung, so Town & Country Haus. Im Zuge der neuen EU-Gebäuderichtlinie, werden strengere Anforderungen an die energetische Bewertung von Immobilien eingeführt.
Die vorliegende deutschlandweite Analyse von mehr als 12.000 Immowelt-Inseraten zeigt, in welchen der 30 größten Städte Deutschlands der größte Handlungsbedarf besteht. Die Experten von Town & Country House geben zudem Handlungsempfehlungen im Hinblick auf die neuen EU-Energievorgaben für Immobilieneigentümer.
Stellenweise mehr als 60 % der Immobilien ohne Energieausweis
Insgesamt 50 % aller deutschlandweit zum Verkauf stehenden Gebäude weisen aktuell keine Energieeffizienzklasse aus. Die Städte mit dem höchsten Anteil an Wohnimmobilien ohne gültigen Energieausweis sind Leipzig mit 71 %, Bielefeld 67 % und Mannheim 66 %. Im Mittelfeld befinden Sie die drei größten deutschen Städte Berlin, München und Hamburg. In diesen Metropolen liegen für mehr als die Hälfte der Gebäude (54 %) kein Energieausweis vor. Am Ende der Rangliste steht Bremen. Die vollständige Liste ist hier veröffentlicht.
„Eigentümer ohne gültigen Energieausweis riskieren nicht nur Verzögerungen im Verkaufsprozess und rechtliche Unsicherheiten, sondern schwächen auch ihre Verhandlungsposition erheblich. Wer verkaufen, vermieten oder finanzieren möchte, benötigt bereits heute in diesen Fällen zwingend einen Energieausweis, unabhängig von der weiteren Entwicklung der EU-Regelungen“, sagt Benjamin Dawo, Geschäftsführer von Town & Country Haus.
Neue EU-Vorgaben erhöhen Bewertungsdruck
Umsetzung der neuen EU-Gebäuderichtlinie: Die energetische Bewertung von Gebäuden wird künftig stärker standardisiert. Sie verursacht auch ein stärkeres Einbeziehen in Markt- und Finanzierungsentscheidungen. Energieeffizienz, CO₂-Emissionen und Sanierungsbedarf dürften dadurch mittelfristig deutlich mehr Gewicht bei Bewertung und Vermarktung von Immobilien erhalten.
„Gerade bei älteren oder unsanierten Gebäuden empfiehlt es sich, zunächst den aktuellen energetischen Zustand der Immobilie prüfen zu lassen, etwa durch einen Energieausweis oder eine Energieberatung. So lassen sich Verbrauchsdaten, Modernisierungsstand und mögliche Schwachstellen besser einordnen und sinnvolle Sanierungsmaßnahmen gezielt planen. Wer hier frühzeitig aktiv wird, kann künftig besser auf Anforderungen von Käufern, Banken und Investoren reagieren,“ so Benjamin Dawo.