Solarhandwerker gründen neuen Verband BDSH

Nach Ansicht des neuen Bundesverbandes des Solarhandwerks (BDSH) fehlte bislang eine „echte Interessenvertretung“ für das Solarhandwerk. Ziel des gegründeten Verbandes ist es, die Interessen des Solarhandwerks zu bündeln und im politischen Umfeld einfließen zu lassen.

8 Gründungsmitglieder des bdsh halten ein Schild mit Aufdruck bdsh. Im Hintergrund das Reichtagsgebäude in Berlin.
Die Gründungsmitglieder und Vorstände des BDSH bei der Gründungsversammlung im April 2024 in Berlin: Dr. Christian Metje von Dr. Metje Green Energy Projects, Gerhard Cunze von Adler Solar, Peter Knuth von Enerix und Vorsitzender BDSH, Tobias Döpkens von Adler Solar, Anja Peters von Schoenergie, Geschäftsführer BDSH Torben Leif Brodersen, Erik Schöller von Schoenergie und Wolfgang Kempfle von ESS Kempfle ( v. l.). Nicht im Bild sind die Gründungsmitglieder Rainer Walter-Helk von Innotech Solar und Johannes Gross von Wirsol. – © Bundesverband des Solarhandwerks

„Wir wollen dem Solarhandwerk eine Stimme in Berlin geben und bei den politischen Entscheidungen unterstützend mitwirken“, erklärt Peter Knuth, Vorsitzender des BDSH und Mitbegründer der Regensburger PV-Franchise-Fachbetriebskette Enerix. Für den BDSH haben sich Unternehmen zusammengeschlossen, die zum Teil schon über 20 Jahre in der Branche aktiv sind. Der Verband will regionale Handwerksbetriebe motivieren, die bereits seit Jahren aktiv sind, Mitglied zu werden.

Ein Ziel des BDSH: Schaffung Berufsbild Solateur

Der neu gegründete Verband vertritt die Interessen der Solarteure gegenüber politischen Entscheidungsträgern auf Bundes- und Landesebene. Er setzt sich für eine stärkere Förderung und Unterstützung von Solartechnologien in Deutschland ein. Darüber hinaus wirbt er für die Schaffung eines eigenen Berufsbildes für Solarteure. Dies erfolgt vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an eine sachgemäße Planung und Installation von PV-Anlagen. Der Ausbildungsberuf soll eine Mischung aus Elektriker, Dachhandwerker und Heizungsbauer umfassen.

Neues Qualitätssiegel für Planung und Installation von PV-Anlagen

Der BDSH setzt sich zudem für Standards und Richtlinien für die professionelle, nachhaltige und hochwertige Planung, Installation und Wartung von PV-Anlagen über die Mitgliedsunternehmen ein. Ein Qualitätssiegel, das der Verband in den nächsten Monaten entwickelt, soll Endkunden Orientierung bieten. Zertifizierte Mitgliedsunternehmen können sich damit von unseriösen Anbietern abheben.

Schulung von Solateuren

Um seine Mitglieder auf dem Stand der Technik zu halten und ihre bestehenden Fachkenntnisse noch weiter zu formen, bietet der Bundesverband der Solarhandwerker ihnen Schulungen und Weiterbildungen an, auch in Kooperation mit Herstellern. Dies solle dazu beitragen, dass die Arbeit der Solarteure qualitativ hochwertiger wird und die Anforderungen des Marktes erfüllt werden können.

Der Verband fördert den Austausch und die Vernetzung unter den Solarteuren. Durch regelmäßige Treffen, Veranstaltungen und Fachtagungen schafft er eine Plattform für den Erfahrungsaustausch, die Zusammenarbeit und die Weiterentwicklung der Branche.

Über den BDSH

Der Bundesverband des Solarhandwerks e.V. hat sich im April 2024 in Berlin gegründet. Ersetzt sich für hohe Qualitätsstandards in der Solarbranche ein. Der Verhaltenskodex des Verbands verweist alle Mitglieder darauf, dass sie im Rahmen festgelegter Standards arbeiten, wodurch sowohl die einzelnen Mitglieder als auch die Endkunden und Dienstleister (u. a. Banken, Versicherungen etc.) abgesichert werden. Die Gründungsmitglieder sind sieben mittelständische Firmen, langjährig im PV–Geschäft tätig, vor allem in der er Installation von PV-Anlagen: Adler Solar, Dr. Metje Green Energy Projects, Enerix, ESS Kempfle, Innotech Solar, Schoenergie und Wirsol.

www.bdsh.solar