Villeroy & Boch trennt sich von seinen Marken Gustavsberg und Vatette. Diese werden vom finnischen Sanitärarmaturenhersteller Oras Group übernommen.

Der Villeroy & Boch Konzern und die Oras Group haben am 11. Juli 2025 eine Vereinbarung über die Übernahme des nordeuropäischen Geschäfts der Marken Gustavsberg und Vatette durch den finnische Sanitärarmaturenhersteller Oras Group getroffen.
Die Transaktion umfasst beide Marken und alle mit diesen verbundenen Aktivitäten in Nordeuropa. Dazu gehören die Produktionsstätte und das Logistikzentrum in Schweden. Nach Abschluss der Transaktion werden 330 Mitarbeiter von Gustavsberg und Vatette zur Oras Group wechseln.
Für beide Unternehmen stellt die Übernahme einen wichtigen strategischen Schritt dar. Mit dieser Transaktion stärkt die Oras Group ihre Position als ein führender Anbieter von Badarmaturen in Nordeuropa. Zudem expandiert Oras strategisch zu einem Komplettanbieter für Badezimmer, dessen Portfolio von Badmöbeln bis hin zu Armaturen reicht.
Portfolioerweiterung bei Oras
„Diese Übernahme ist für uns ein bedeutender Schritt. Zusammen mit den Marken Gustavsberg und Vatette und ihren sich ergänzenden Angeboten können wir einen echten „One-Stop-Shop“ aufbauen und Mehrwert für alle unsere Kunden schaffen“, erklärt Kari Lehtinen, CEO der Oras Group. „Über die Erweiterung des Portfolios und das Wachstum des Geschäfts hinaus geht es bei dieser Transaktion auch um den Erwerb wertvoller Expertise, insbesondere der stark kundenorientierten Ausrichtung von Gustavsberg. Es ist eine Gelegenheit, voneinander zu lernen und unsere jeweiligen Netzwerke zu nutzen, was diese Akquisition zu einem wichtigen Bestandteil unseres zukünftigen Wachstums macht.“
Im Jahr 2024 belief sich der Nettoumsatz der Marken Gustavsberg und Vatette auf 93 Mio. Euro, während der Umsatz der Oras Group insgesamt 200 Mio. Euro betrug.
Straffung des Markenportfolios bei Villeroy & Boch
Für den Villeroy & Boch Konzern stellt der Verkauf einen weiteren wichtigen Schritt zur Straffung seines Markenportfolios dar. Der Konzern wird sich gezielt auf seine beiden globalen Marken Villeroy & Boch und Ideal Standard konzentrieren. Dies entspricht der Wachstumsstrategie des Unternehmens. Deren Ziel ist es, die Kernkategorien Sanitärkeramik, Armaturen und Duschlösungen sowie zentrale Vertriebskanäle und Regionen gezielt zu stärken.
„Dies ist ein wichtiger Meilenstein für die Umsetzung der globalen Wachstumspläne des Villeroy & Boch Konzerns. Durch die Vereinfachung unserer Geschäftsaktivitäten können wir unsere Ressourcen gezielt auf die beiden starken Marken Villeroy & Boch und Ideal Standard ausrichten – und gleichzeitig unsere Präsenz in den nordeuropäischen Märkten aufrechterhalten“, kommentiert Gabi Schupp, CEO der Villeroy & Boch AG. Auch in Zukunft wird Villeroy & Boch die beiden Geschäftsbereiche Bad & Wellness und Dining & Lifestyle in den Regionen mit einem eigenen Team weiterführen.
Die Transaktion wird voraussichtlich im Laufe des dritten Quartals 2025 abgeschlossen sein. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. www.villeroyboch.com