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Wärmepumpen: Erhebliche Schäden bei mangelhafter Installation

Fast ein Drittel aller Mängel bei Wärmepumpenanlagen sind irreparabel. Die häufigsten Ursachen dafür sind Planungs-, Ausführungs- und Einstellungsfehler. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Sachverständigenumfrage des Instituts für Bauforschung.

Die Studie im Auftrag des Bauherren-Schutzbund (BSB) untersuchte die Fehlerhäufigkeit bei der Planung und Ausführung von Wärmepumpen. Die Ergebnisse zeigen, dass keine Wärmepumpenbauart im Vergleich zur anderen besonders mangelbehaftet ist. „Doch egal ob erdgekoppelte Systeme, wie Sole-/Wasser-Wärmepumpen, oder Luftwärmepumpen - wenn Fehler auftreten, sind sie meist schwerwiegend“, so der BSB. Bei knapp der Hälfte der fehlerhaften Anlagen seien Reparaturen oder der Austausch einzelner Teile notwendig. „ Ein Drittel ist irreparabel und muss komplett ausgetauscht werden. 13.500 Euro betragen im Schnitt die Mängelbeseitigungskosten“, heißt es weiter aus Berlin. Nach Angaben der befragten Sachverständigen zeigen sich die Probleme vor allem bei der Heizleistung und dem Stromverbrauch. Bei knapp über der Hälfte der betrachteten Fälle traten die Probleme unmittelbar oder in den ersten zwei Jahren nach Anlagenfertigstellung auf.

Effizienzvorteile gehen verloren

Die häufigsten Mängelursachen sind laut der Studie Planungs-, Ausführungs- und Einstellungsfehler. „Wärmepumpen reagieren hier sehr sensibel. Schnell verkehren sich die gewünschten Effizienzvorteile in der Praxis ins Gegenteil“, so der BSB. Deshalb rät die Studie, dass sich Bauherren, die den Einbau einer wärmepumpenbasierten Heizungsanlage planen, umfassend über die Anforderungen und Nutzung informieren sollten. Zudem sollten sich Verbraucher über ihre Ansprüche an den Komfort im Klaren sein, damit keine falsche Erwartungshaltung entsteht. „So können Wärmepumpenanlagen kalte Räume nicht in kurzer Zeit auf Wohlfühltemperatur heizen. Oft sind sie auch nur in Verbindung mit Flächenheizungen, wie Fuß- oder Wandheizungen, effizient“, stellt der BSB klar.

Wachsender Marktanteil

Nach BSB-Angaben kommen Wärmepumpenanlagen mittlerweile in jedem dritten neu gebauten Wohngebäude zum Einsatz. Zwar liege ihr Marktanteil derzeit noch unter 10 %. Im Jahr 2016 seien jedoch mit 66.500 Wärmepumpen mehr Anlagen installiert worden, als jemals zuvor. Bundesweit seien 2016 damit etwa 750.000 dieser Heizungsanlagen in Betrieb gewesen.

Die im Auftrag des Bauherren-Schutzbund (BSB) erstellte Studie finden Sie hier.

www.bsb-ev.de

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