KfW-Fördertopf leer: ZVSHK fordert deutliche Aufstockung

Fördermittel ausgeschöpft: Der Verband fordert, das erfolgreiche KfW-Programm 455-B im Jahr 2027 fortzuführen und deutlich stärker mit mindestens 150 Mio. Euro jährlich auszustatten.
Altersgerechtes Bad ohne Barrieren: Der Verband fordert, das erfolgreiche KfW-Programm 455-B im Jahr 2027 fortzuführen und deutlich stärker mit mindestens 150 Mio. Euro jährlich auszustatten. – © stock.adobe.com/Jörg Lantelme

Der Fördertopf ist leer, der Bedarf bleibt groß: Nach der schnellen Ausschöpfung des KfW-Zuschusses für barrierearme Bäder fordert der ZVSHK deutlich mehr Mittel. Ziel ist es, den altersgerechten Umbau voranzutreiben und Menschen länger ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Die Fördermittel des KfW-Programms „Barrierereduzierung – Investitionszuschuss“ (455-B) sind ausgeschöpft. Die für 2026 bereitgestellten 50 Mio. Euro Bundesmittel konnten den hohen Bedarf zur Barrierereduzierung nicht abdecken. Der ZVSHK hatte bereits im vergangenen November davor gewarnt, dass die 50 Mio. Euro bei Weitem nicht ausreichen würden, um den tatsächlichen Bedarf zu decken. Der Verband fordert deshalb, das erfolgreiche KfW-Programm 455-B im Jahr 2027 fortzuführen und deutlich stärker mit mindestens 150 Mio. Euro jährlich auszustatten. Eine verlässliche Förderung schaffe Planungssicherheit für Bürgerinnen und Bürger sowie für die Fachbetriebe des SHK-Handwerks, so der Verband.

Mit wenig Fördergeld viel erreichen

„Die schnelle Ausschöpfung der Fördermittel zeigt: Der Bedarf an barrierearmen Bädern ist groß. Die bereitgestellten Mittel reichen nicht aus, um der Nachfrage gerecht zu werden. Mit vergleichsweise geringem öffentlichen Mitteleinsatz kann eine große Wirkung erzielt werden – Menschen erhalten die Möglichkeit, länger selbstbestimmt in ihrem Zuhause zu leben“, sagt Michael Hilpert, Präsident des ZVSHK.

Gerade das Badezimmer ist ein zentraler Bereich beim altersgerechten Umbau von Wohnraum. Mit Maßnahmen wie bodengleichen Duschen oder angepassten Sanitärausstattungen können Barrieren reduziert und Sicherheit sowie Selbstständigkeit im Alltag verbessert werden. Die Förderung schafft dabei wichtige Anreize, notwendige Modernisierungen umzusetzen.

Antragsstopp betrifft nur neue Gesuche

Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung gewinnt der altersgerechte Umbau von Wohnraum weiter an Bedeutung. Barrierearme Bäder leisten einen wichtigen Beitrag dazu, Menschen ein möglichst langes selbstständiges Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen und Angehörige sowie Pflegeeinrichtungen zu unterstützen. Möglichst lange in den eigenen vier Wänden zu leben ist dabei nicht nur Wunsch der Menschen, dadurch werden auch die Pflegekassen entlastet.

Seit dem Neustart am 8. April hat die KfW rund 21.400 Anträge für etwa 26.800 Wohneinheiten bewilligt. Wegen der hohen Nachfrage seien die Fördermittel so schnell ausgeschöpft gewesen, bestätigt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Neue Anträge sind seit August nicht mehr möglich. Bereits eingereichte Anträge werden weiterbearbeitet, Zusagen bleiben bestehen und die Zuschüsse werden nach Prüfung der Fördervoraussetzungen ausgezahlt, so die Förderbank. Damit ist der Zuschuss reserviert. Auch bereits erteilte Zusagen bleiben bestehen. Die KfW zahlt den Zuschuss aus, sobald der Nachweis über die Einhaltung der Fördervoraussetzungen vorliegt.

www.zvshk.de