DEPI-Umfrage: Was zählt wirklich beim Heizungskauf?

Wer eine neue Heizung kaufen möchte, achtet vor allem auf die Kosten. Das zeigt eine Civey-Umfrage im Auftrag des Deutschen Pelletinstituts (DEPI). Fast 60 % der befragten Hausbesitzer achten aufs Geld. Besitzer von Pelletsheizungen finden die Höhe der Investition sowie den Anteil erneuerbarer Energien deutlich wichtiger als der Durchschnitt aller Hausbesitzer.

Grafik Top 3 Aspekte beim Heizungskauf
Das Meinungsforschungsinstituts Civey hat im Auftrag des Deutschen Pelletinstituts (DEPI) eine repräsentative Umfrage unter Bürgern, Hausbesitzern und Pelletsheizern durchgeführt.. – © DEPI

Anschaffungs- sowie Betriebs- und Wartungskosten führen das Ranking der Entscheidungskriterien bei den Befragten deutlich an, so das DEPI. Mehr als jeder Zweite (53,2 %) nennt diese Kosten als Entscheidungskriterium für eine neue Heizung.Finanzielle Aspekte stehen bei der Heizungswahl also  im Vordergrund.

Bei den Besitzern von Pelletsheizungen verschiebe sich die Gewichtung etwas: Hier liegen die Betriebs- und Wartungskosten am häufigsten ganz vorne, während die Anschaffungskosten etwas seltener an erster Stelle stehen – was laut DEPI an den hohen staatlichen Zuschüssen über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) beim Kauf für Pelletheizungen liegen dürfte.

Wirtschaftlichkeit steht im Fokus

„Die Umfrage zeigt, dass Kosten für alle Hausbesitzer entscheidend sind. Wer jedoch die langfristige Wirtschaftlichkeit mit Anschaffung, Unterhaltung und Wartung im Blick hat, ist mit einer Pelletheizung bestens bedient. Das gilt für ‚Neulinge‘ ebenso wie für erfahrene Pelletsnutzer“, sagt Martin Bentele, DEPI-Geschäftsführer. Im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre waren Holzpellets mindestens 25 % günstiger als Heizöl und sogar 31 % günstiger als Erdgas. Gleichzeitig haben sich die Pelletspreise deutlich stabiler entwickelt als die Preise fossiler Energieträge, gibt das DEPI an.

Sinkende Förderung Pelletsheizung – schnell umsteigen

Das Pelletinstitut informiert auch über die neue staatlichen Förderung des Heizungstausch nach BEG. Hier zahle sich ein zügiger Umstieg aus: Seit Sommer 2026 sind die Fördersätze für den Heizungstausch gesunken – der sogenannte Klimageschwindigkeitsbonus für einen schnellen Umstieg fiel von 20 auf 16 % und wird bis 2028 in mehreren Stufen weiter reduziert. Wer jetzt die Förderung für eine Pelletsheizung beantragt, sichert sich damit noch die aktuell höheren Fördersätze, für die Umsetzung verbleiben dann 36 Monate Zeit.

Grafik zu den Förderkonditionen der BEG
Grafik zu den Förderkonditionen der BEG für Pelletsheizungen. – © DEPI

Zukunftsfähigkeit gewinnt an Bedeutung

Auch die Zukunftsfähigkeit einer Heiztechnologie spiele laut Umfrage für viele Eigentümer eine zentrale Rolle. Sie ist für 36,3 % aller Hausbesitzer und für 39,8 % der Pelletsheizer ein maßgebliches Entscheidungskriterium. Besitzer einer Pelletheizung bewerten den Anteil erneuerbarer Energien mit 39 % fast doppelt so häufig als bedeutsam wie Hausbesitzer insgesamt (20,6 %).

Neben den finanziellen Vorteilen bietet das Heizen mit Pellets eine verlässliche Versorgung. Holzpellets werden überwiegend aus regionalen Resten der Säge- und Holzindustrie hergestellt. Der Rohstoff steht langfristig in ausreichender Menge zur Verfügung und macht unabhängiger von fossilen Energieimporten.

Über die Civey-Umfrage

Das digitale Markt- und Meinungsforschungsunternehmen Civey hat für das DEPI vom 4. Februar bis 2. März 2026 online 5.000 Bundesbürger ab 18 Jahren, 2.500 Hausbesitzer und 500 Hausbesitzer mit mit Pelletsheizung befragt. Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ unter Berücksichtigung des statistischen Fehlers von 2,5 bis 10,4 Prozentpunkten beim jeweiligen Gesamtergebnis. Weitere Informationen zur Methodik hier.

www.depi.de