Heizspiegel 2026: Kostencheck für fünf Heizsysteme

Nach der Entspannung der vergangenen Jahre sind laut Heizpiegel die Heizkosten 2025 wieder gestiegen. Für 2026 erwartet co2online je nach Heizsystem sehr unterschiedliche Entwicklungen: Während Heizöl und Holzpellets deutlich teurer werden könnten, fällt der prognostizierte Anstieg bei Wärmepumpen und Fernwärme vergleichsweise gering aus.

Auf einem Heizkörperliegen zwei 50-Euro-Scheine und ein 20-Euro-Schein.
Heizen wird teurer – neuer Heizspiegel 2026 zeigt Sparpotenziale von bis zu 1.000 Euro pro Jahr. – © Creativemariolorek/stock.adobe.com

Der neue Heizspiegel für Deutschland 2026 zeigt: Die Heizkosten steigen wieder – und werden in den kommenden Jahren für viele Haushalte zur Dauerbelastung. Insbesondere das Heizen mit Erdgas und Holzpellets war im Abrechnungsjahr 2025 deutlich teurer als zuvor. Langfristig drohen laut co2online vor allem bei fossilen Energieträgern weitere Kostensteigerungen.

Der Heizspiegel ist ein Gemeinschaftsprojekt der gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online, dem Deutschen Mieterbund und dem Bauherren-Schutzbund.  Mithilfe des Web-Angebots www.co2online.de/heizspiegel können Verbraucher prüfen, wie hoch ihre Heizkosten im Vergleich sind.

Teures Heizen mit Erdgas und Holzpellets

Nach der Entspannung in den Jahren 2023 und 2024 mussten laut Heizspiegel viele Haushalte 2025 wieder mehr fürs Heizen bezahlen. Hauptursachen waren die gestiegenen Preise einzelner Energieträger sowie der kältere Winter.

Am deutlichsten zeigte sich diese Entwicklung bei Erdgas und Holzpellets. Je nach Gebäudeart lagen die Kosten um bis zu 15 % bzw. 24 % über dem Vorjahr. Wärmepumpen und Fernwärme wurden dagegen nur moderat teurer, während Heizöl nahezu auf dem Niveau des Vorjahres blieb.

Kein Ende der Kostensteigerung in Sicht

Auch für 2026 rechnet co2online mit weiteren Kostensteigerungen. Besonders Heizöl und Holzpellets dürften deutlich teurer werden. Beim Erdgas zeichnet sich dagegen zunächst eine Entlastung ab: Durch den Wegfall der Gasspeicherumlage könnten die Heizkosten im Jahresdurchschnitt leicht sinken. Allerdings könnten die zuletzt gestiegenen Großhandelspreise mit Verzögerung auf die Verbraucherpreise durchschlagen und die Gaskosten Ende 2026 oder 2027 wieder steigen lassen.

Grafik mit Kurven für Preissteigerung bei Fernwärme, Heizöl, Erdgas, Holzpellets und Wärmepumpe

Wärmepumpen am günstigsten

Die neue co2online Heizkostenprognose zeigt, dass sich die Heizkosten für Gas- und Ölheizungen bis 2045 mehr als verdoppeln können. Ursachen hierfür sind unter anderem steigende CO₂-Kosten, höhere Netzentgelte sowie die sogenannte „Bio-Treppe“. Die Kosten für Wärmepumpen werden dagegen deutlich langsamer steigen und voraussichtlich dauerhaft am niedrigsten bleiben.

90 % aller Haushalte können noch sparen

Der Heizspiegel zeigt, dass viele Haushalte ihre Heizkosten bereits heute deutlich senken können. Rund 90 % verfügen noch über Sparpotenzial. Im Durchschnitt lassen sich in einer Wohnung etwa 465 Euro pro Jahr einsparen, in einem Einfamilienhaus sind es sogar 1.000 Euro – deutschlandweit entspricht das einem Potenzial von bis zu 24 Mrd. Euro jährlich.

Wie sage ich es dem Kunden?

SHK-Betriebe können die neutralen Daten nutzen, um mit ihren Kunden ins Gespräch zu kommen. Sie sind ein Türöffner für eine Beratung für das günstigere Heizsystem. „Viele Menschen fragen sich derzeit, wie sich ihre Heizkosten künftig entwickeln werden. Der Heizspiegel liefert dafür eine unabhängige Orientierung auf Basis ihrer realer Verbrauchsdaten und zeigt gleichzeitig, welche Möglichkeiten Verbraucherinnen und Verbraucher haben, die eigenen Heizkosten dauerhaft zu senken“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online.

www.co2online.de/heizspiegel