Der Wärmepumpen-Hochlauf im Sommerloch: Nachdem renommierte Hersteller wie Vaillant und Stiebel Eltron ihre Mitarbeiter in die Kurzarbeit schickten, ist jetzt für die Sommermonate bei Viessmann ebenfalls Kurzarbeit für Teile der Belegschaft angesagt.
Ab dem 1. Juli gehen die Mitarbeiter am Stammsitz der Viessmann-Werke in Allendorf/Eder in die Kurzarbeit. Gegenüber dem Hessischen Rundfunk hat Viessmann dies offiziell bestätigt. Die Kurzarbeit ist für die Monate Juli und August in Allendorf anberaumt. Betroffen seien nicht alle der rund 4.000 Mitarbeiter, aber die „sowohl im direkten als auch im indirekten (Verwaltungs-)Bereich“, so das Unternehmen.
Marktsituation entscheidet über weiter Kurzarbeit
„Die abgeschlossene Betriebsvereinbarung bietet Planungssicherheit für einen Zeitraum von einem Jahr“, teilte Viessmann weiter mit. Ob die Inanspruchnahme von Kurzarbeit in den Herbst hinein verlängert würde, wolle das Unternehmen von der Marktsituation für Wärmepumpen abhängig machen.
Paradoxer Markt
Obwohl der Heizungstausch mit Wärmepumpen gut über die KfW mit staatlichen Geld gefördert wird, gingen die Verkaufszahlen zurück. Noch stärker rückläufig ist der Absatz von Biomasseheizungen. Sowohl Industrie, Handwerker und Energieberater berichten von der Verunsicherung der Verbraucherinnen und Verbraucher. Die viel zu lange Diskussion um das Heizungsgesetz wird als eine der Ursachen genannt.
