BDR Thermea Deutschland hat sich mit dem Konzernbetriebsrat auf einen Interessenausgleich und Sozialplan für die bereits im Januar angekündigte Restrukturierung geeinigt. Betroffen sind die Standorte Rastede, Schweinfurt und Saerbeck. Produktionen gehen in die EU, der Vertrieb bleibt und Ersatzteile für den Dachs (SenerTec) seien langfristig gesichert.

BDR Thermea Deutschland und der Konzernbetriebsrat haben sich auf einen Interessenausgleich und Sozialplan zu der im Januar 2026 angekündigten Restrukturierung an den Standorten Rastede, Schweinfurt und Saerbeck verständigt.
Für Kunden, Fachhandwerk und Servicepartner soll die Einigung zwischen Unternehmen und Betriebsrat in erster Linie Kontinuität bedeuten – in der gewohnten Betreuung. Der Vertrieb von Wärmepumpen, Gasgeräten und Systemzubehör (Brötje und Remeha) bleibt dabei das Kerngeschäft. Die Ersatzteilversorgung für SenerTec-Anlagen soll langfristig gesichert sein und die technische Unterstützung bleibe in gewohnter Qualität erhalten, verspricht BDR Thermea.
Produktion in Deutschland beendet
Die Vereinbarung konkretisiert die im Januar vorgestellte Neuausrichtung. Die Produktion von Wärmeerzeugern in Deutschland wird schrittweise beendet und in das europäische Fertigungsnetzwerk der Gruppe integriert. Am Standort Rastede sollen dagegen zentrale Servicefunktionen und die Ersatzteilproduktion für die Marken Brötje, Remeha und SenerTec gebündelt werden.
Stellenabbau sozialverträglich geregelt
Nach Angaben des Unternehmens konnte etwa ein Viertel der vorgesehenen Personalanpassungen durch interne Versetzungen und weitere Maßnahmen sozialverträglich aufgefangen werden. Für Beschäftigte, deren Stellen dennoch wegfallen, soll eine Transfergesellschaft den Wechsel in neue Beschäftigungsverhältnisse begleiten. Rechnerisch sind das rund 150 Stellen.
Zugleich entstehen im Service neue Perspektiven: Der bereits angekündigte Aufbau von 40 zusätzlichen Arbeitsplätzen in Service, Logistik und technischen Funktionen in Rastede hat begonnen und schreitet zügig voran. Die Umsetzung aller Maßnahmen soll im April 2027 abgeschlossen sein.