Viessmann und das IoT-Unternehmen Kiwigrid sind jetzt Partner. Sie wollen Energieversorgern den Zugang zu steuerbaren Wärmepumpen und Batteriespeichern erleichtern. Über den Standard EEBUS können die Geräte in virtuelle Kraftwerke und neue Energiedienstleistungen eingebunden werden.


Ziel der neuen Kooperation ist es, Energieversorgungsunternehmen (EVU) zusätzliche Möglichkeiten für die Umsetzung moderner Energiedienstleistungen bereitzustellen. Dabei setzen beide Unternehmen auf offene Schnittstellen, hohe Sicherheitsstandards und eine herstellerübergreifende Integration unterschiedlicher Energieanlagen. Die Partnerschaft ergänzt bestehende Lösungen und schafft weitere Optionen für die Vernetzung dezentraler Energieressourcen im Energiemarkt.
Der Strommarkt fordert Integrationen
Der rasante Ausbau der Solar- und Windenergie erzeugt zunehmend ein Strom-Überangebot, negative Börsenstrompreise und Netzbelastungen. 2025 mussten rund 4 % der deutschen Stromproduktion abgeregelt werden. Das macht das Ende des alten „Grundlast“-Denkens mit konventionellen Kraftwerke spürbar. Die Lösung dafür ist die Sektorenkopplung. Offene, vernetzte und steuerbare dezentrale Energieressourcen wie Wärmepumpe und Stromspeicher werden zur wirtschaftlichen Notwendigkeit und virtuelle Kraftwerke zur Schlüsseltechnologie.
Genau hier wollen Viessmann und Kiwigrid mit ihrer Partnerschaft ansetzen. Kernstück ist die Plattform KiwiOS X. Mit ihr werden die Geräte unterschiedlicher Anbieter herstellerneutral integriert und durch EVU unter eigener Marke an Endkunden ausgerollt. Somit lassen sich – gemeinsam mit den EVU – Wärmepumpen und Stromspeicher von Viessmann in den bestehenden Virtuelle-Kraftwerke-Pool (VPP-Pool) von Kiwigrid einbringen. Dabei entstehen vermarktbare Flexibilitätsressourcen.
Mehr Flexibilität durch offene Schnittstellen
Laut eigenen Angaben bringt Viessmann als einer der ersten Hersteller Wärmepumpen und Stromspeicher ganzheitlich über EEBus in die KiwiOS X-Plattform ein und erfüllt somit alle Bedingungen zur Steuerbarkeit. Dank der White-Label-Fähigkeit von KiwiOS X können EVU und Installateure von Beginn an die Plattform vollständig und ganz ohne eigenen Entwicklungsaufwand, unter der eigenen Marke betreiben. Die Plattform ist nach ISO 27001 zertifiziert, erfüllt die Cybersicherheits-Anforderungen aus NIS-2 und bietet damit eine regulatorisch belastbare Basis für den Betrieb kritischer Energieinfrastruktur.
Über Kiwigrid
Die Kiwigrid GmbH aus Dresden bietet intelligentes Energiemanagement. Die Hard- und Softwarelösung ermöglicht Kunden, komplexe Energiesysteme einfach zu installieren und den Energieverbrauch in Gebäuden markt- und netzdienlich zu optimieren. Kiwigrids “Energy Manager” sind bereits in zehntausenden Gebäuden im Einsatz und sorgen dort für die nahtlose Integration und intelligente Optimierung von Energieerzeugern und -verbrauchern über sämtliche Energiebereiche hinweg (PV, Speicherung, E-Mobilität, Wärme und dynamische Tarife). Ergänzend bietet Kiwigrid mit der IoT-Plattform KiwiOS Großkunden eine Basis, um eigene Apps zur Steuerung dezentraler Energie für ihre Endkunden aufzubauen.
Über Kiwigrid
Die Kiwigrid GmbH aus Dresden entwickelt Software und Hardware für intelligentes, dezentrales Energiemanagement. Im Mittelpunkt steht KiwiOS X, eine Energy-IoT-Plattform für Unternehmen, die Energieanlagen verschiedener Hersteller verbinden, überwachen und automatisiert optimieren wollen. Kiwigrids “Energy Manager” sind bereits in zehntausenden Gebäuden im Einsatz und sorgen dort für die nahtlose Integration und intelligente Optimierung von Energieerzeugern und -verbrauchern über sämtliche Energiebereiche hinweg (PV, Speicherung, E-Mobilität, Wärme und dynamische Tarife).
Das Geschäftsmodell ist dabei Platform as a Service (PaaS): Kiwigrid stellt die technische Basis, Schnittstellen und Geräteanbindung bereit; Kunden bauen darauf ihre eigene gebrandete Anwendung oder ihren Energieservice. Laut Kiwigrid erfolgt die Abrechnung der API-Nutzung nach dem Pay-per-Use-Prinzip.