Mehr Wärmepumpen als im Vorjahr: Verbraucher wollen weg von fossil

Im 1. Halbjahr 2026 wurden in Deutschland 40 Prozent mehr Wärmepumpen abgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Die Zahlen hat der BDH und BWP ermittelt.
Im 1. Halbjahr 2026 wurden in Deutschland 40 Prozent mehr Wärmepumpen abgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Die Zahlen hat der BDH und BWP ermittelt. – © BWP

Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e. V. zieht eine positive Bilanz zum 1. Halbjahr 2026: 40 Prozent mehr Wärmepumpen als im Vorjahreszeitraum verkauften die Hersteller an Großhändler oder Fachhandwerker. Damit sich der Trend fortsetze, müsste aber der Strompreis sinken.

Der Branchenverband BWP zieht eine positive Bilanz zum ersten Halbjahr 2026: Der Markt habe sich in die richtige Richtung entwickelt, denn Unabhängigkeit, dauerhafte Bezahlbarkeit und Klimaschutz spielten mittlerweile für viele Verbraucher bei der Wahl der Heizung eine größere Rolle. Insgesamt 195.000 Anlagen sind jetzt in Deutschland eingebaut.

Lob für die neue Wärmepumpen-Förderung

BWP-Geschäftsführer Dr. Martin Sabel führt die positiven Zahlen auch auf den Erfolg der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) zurück. „Vor diesem Hintergrund begrüßen wir ausdrücklich, dass die Regierungskoalition hier jetzt Klarheit für die Verbraucher geschaffen hat, dass dieses sehr beliebte und erfolgreiche Förderprogramm bis zum Jahr 2030 verlässlich fortgeführt wird“, so Sabel. Das sei laut seiner Aussage auch aus gutem Grunde geboten, denn die staatlichen Zuschüsse zum Heizungstausch auf Wärmepumpe helfe Verbrauchern, sich aus der fossilen Kostenfalle zu befreien.

GModG: Hoffnung auf Investitionssicherheit

Grundsätzlich unterstütze der Verband die Einigung zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), die laut dem BWP-Geschäftsführer jetzt Klarheit schaffe: „Nun können alle Beteiligten die Kunden zuverlässig beraten und Antworten darauf liefern, wie es weitergeht.“ Das stärke erwartbar auch die Investitionsbereitschaft.

Obwohl das GModG den Einbau von Gas- und Ölheizungen wieder zulässt, geht Sabel davon aus, dass sich der Trend zur Wärmepumpe fortsetzt. Denn durch die Verpflichtung, in wachsendem Maße „grüne“ Gase oder Öle einzukaufen, sind mit dem Einbau entsprechender Heizungen erhebliche Kostenrisiken verbunden, was wissenschaftliche Studien beweisen.

Neue Gesetze – Heizungsbauer müssen mehr beraten

Die Aufklärung der Kunden über neue Rahmenbedingungen bekomme jetzt besondere Bedeutung. Martin Sabel: „Unsere Mitglieder im Handwerk und in der Beratung sind im regen Austausch mit der Kundschaft, die jetzt verständlicherweise wissen will, welche Lösung für sie die beste ist. Dabei zeigt sich immer wieder, dass wichtige Informationen noch nicht bei denjenigen angekommen sind, die sie am dringendsten benötigen, beispielsweise zu den finanziellen Auswirkungen der Biotreppe oder zur Förderung.“

BWP fordert weiterhin Strompreisentlastung

Angesichts der weltpolitische Lage und den hohen Energiepreisen wenden sich Heizungskunden von fossilen Brennstoffen ab. Damit dies auch so bleibe, drängt der Branchenverband die Bundespolitiker, dass sie die im Koalitionsvertrag vereinbarten Maßnahmen zur Entlastung des Strompreises endlich umsetzen sollen. Dies betreffe vor allem die Senkung der Stromsteuer.

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