Hansgrohe setzt weiter auf Wachstum: Ende Juni hat der Hersteller in der serbischen Stadt Valjevo einen neuen Produktionsstandort eröffnet. Für rund 85 Mio. Euro ist dort in den vergangenen anderthalb Jahren ein Werk zur Fertigung von Armaturen für Bad und Küche entstanden. Damit will die Unternehmensgruppe ihren europäischen Fertigungsverbund weiter stärken.
„Das Werk ist Teil unserer globalen Fertigungsstrategie, damit Lieferketten und Transportwege kurz und sicher bleiben“, sagt Hans Jürgen Kalmbach, Vorsitzender des Vorstands der Hansgrohe SE, während der Eröffnung, an der auch der serbische Präsident Aleksandar Vučić und die deutsche Botschafterin Anke Konrad teilnahmen.
Hansgrohe setzt bei seinen Produkten auf eine hohe Eigenfertigungskompetenz. „Mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an allen Standorten erfüllen wir unser hohes Qualitätsversprechen und sichern so die Zufriedenheit unserer Kunden“, so Kalmbach. Das Werk in Serbien stärke die Kompetenz des Unternehmens im Bereich Armaturen weiter. „Jetzt haben wir zusätzliche Kapazitäten, insbesondere für den europäischen Markt, um nah beim Kunden zu sein.“
Nachhaltiges Werk

Künftig sollen in Valjevo vor allem Produkte der Marke hansgrohe hergestellt werden. Das bestehende Armaturenwerk in Schiltach konzentriert sich auf die Produkte der Designmarke Axor, das in den letzten beiden Jahren ebenfalls umfassend modernisiert wurde. „Mit Valjevo richten wir Hansgrohe für die Zukunft aus und stärken alle nationalen und internationalen Standorte.“
Das neue Hansgrohe-Werk wurde in der Gemeinde Valjevo, etwa 100 km südwestlich der Hauptstadt Belgrad, auf einem 130.000 m2 großen Grundstück errichtet. Es ist laut Hansgrohe der nachhaltigste Standort innerhalb der Gruppe. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, ein Blockheizkraftwerk zur Stromerzeugung, Grauwassernutzung für die Toiletten, eine 26 cm dicke Dachdämmung und eine Dreifachverglasung der Fenster sind nur einige Beispiele, die das Gebäude und seine Nutzung nachhaltig machen. Dafür erhält Hansgrohe eine LEED-Zertifizierung (Leadership in Energy and Environmental Design), ein international anerkanntes Zertifizierungssystem für ökologisches Bauen.
Verfügbarkeit von Fachkräften
Aktuell arbeiten bereits knapp 100 Personen am neuen Standort. Alle neuen Mitarbeitenden werden vorab für mehrere Wochen in Schiltach eingearbeitet. „Wir freuen uns, die serbischen Kolleginnen und Kollegen in der Hansgrohe-Familie zu begrüßen“, sagt der Hansgrohe CEO. „Mit unserem intensiven Einarbeitungsplan erleben sie gleich unseren Hansgrohe-Spirit, der unseren Erfolg der letzten Jahre erst ermöglicht hat.“ Langfristig sollen in Valjevo bis 1.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. „Wir haben uns weltweit Standorte angeschaut“, ergänzt Frank Semling, Hansgrohe-Produktionsvorstand. „Valjevo bietet uns das beste Gesamtpaket. Dies umfasst sowohl die Verfügbarkeit von Fachkräften als auch von Zulieferern. Zudem hat Serbien ein Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union, wodurch international hohe Standards für Investitionen wie unsere gelten.“ Gleichzeitig überzeuge die Infrastruktur. „Von dem neuen Standort aus können wir die steigende Nachfrage nach unseren Produkten in Europa schnell und gut bedienen.“
