
Junge, Junge, da muss sich der Pfiffikus aber ganz schön heftig am Hinterkopf kratzen. Die jungen Leute sind ja heute so was von schlau – unglaublich ist das. Immerhin 487.800 Studierende haben sich im letzten Jahr (SS 2024 und WS 2024/25) nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes erstmals an deutschen Hochschulen eingeschrieben.
Und das sind in etwa dreieinhalb Mal so viele, wie Azubis im Handwerk angefangen haben – das waren nämlich gerade mal 135.105 Herrschaften!
Nachwuchs fürs Handwerk fehlt
Den Pfiffikus wundert sich ja schon länger, dass die Abiturienten stets mehr werden, obwohl wir in den letzten PISA-Studien immer schlechter abschneiden. Betrachtet man die 35 OECD-Länder, liegt Deutschland in der Gesamtwertung auf Platz 15. Jeder fünfte 15-Jährige erreicht demnach gerade einmal Grundschulniveau. Das PISA-Forschungsteam bezeichnete diese Lage bereits Ende 2023 als beunruhigend. Irgendein Schlaukopf (Ludger Woessmann von der LMU-München) hat dann auch noch ausgerechnet, dass ein Rückgang von 25 PISA-Punkten in Mathe unser Land langfristig rund 14 Bio. Euro an entgangener Wirtschaftsleistung bis zum Ende des Jahrhunderts kosten könnte. Dyskalkulie ist also ein echt teures Vergnügen.
Einser-Abitur statt Dreisatz-Kompetenz
Aus der Sicht vom Pfiffikus ist das eine ganz schön verfahrene Kiste: Auf der einen Seite wünschen sich die Eltern für ihre Kids das Beste und meinen damit eben oft ein Hochschulstudium, auf der anderen Seite fehlen unserem Handwerk die fähigen Nachwuchskräfte. Angeblich gibt es immer mehr Abiturienten mit einer Einser-Note, aber immer weniger Jugendliche, die einen Dreisatz rechnen können. Beim Kopfrechnen ohne Handy wird es für viele noch schwieriger. Da fasst man sich dann schon wieder ans Oberstübchen.
Der Pfiffikus muss wohl noch einmal mit seinen Kolleginnen und Kollegen reden, um mit ihnen mehr Überzeugungsarbeit fürs SHK-Handwerk zu leisten. Seiner Meinung nach ist den Leuten auch die Sache mit Nachhaltigkeit und dem Umweltschutz zu erklären: Wer in jungen Jahren ernsthaft aktiv was für die Energie- und Klimawende tun will, der gehört nicht unbedingt in die Uni – der muss erst einmal zu uns in die Praxis.
Ihr
Pfiffikus