Frauenpower für das SHK-Handwerk

Bundesweit haben etwa 90 Betriebe und Handwerkskammern Mädchen zum Girls-Day die Möglichkeit geboten zu sehen, was ein Anlagenmechaniker Sanitär, Heizung, Klima so macht. Bei etwa 55.000 SHK-Betrieben in Deutschland ein sehr geringer Bruchteil. Da wird über den Fachkräftemangel geschimpft und darüber, dass keine Azubis zu finden sind. Nur scheinbar ist ja gut die Hälfte der jungen Schulabgänger gar keine Zielgruppe für unsere Branche.

Hand aufs Herz, liebe SHK-Profis: Wie viel weibliche Anlagenmechaniker SHK, Heizungsbauer oder Installateure kennen Sie? Mir persönlich ist aus meiner Zeit in der Praxis genau eine Dame bekannt, die auch auf dem Bau ihren Mann steht. Und die darf im Moment keine schweren Arbeiten verrichten. Liegt darin das Problem? Werden Frauen als zu schwach eingeschätzt? Ist die Angst da, dass sie wie im erwähnten Beispiel längere Zeit ausfallen, wenn Nachwuchs ansteht? Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass Frauen durchaus auch als Anlagenmechaniker SHK ihre Qualitäten haben. Und vielleicht gäbe es dann ja auch weniger Baumängel, denn Frauen arbeiten sorgfältiger, heißt es ja immer. Ob sich allerdings das Problem mit dem Einhalten von Terminen dadurch bessert, steht auf einem anderen Blatt.

Warum bilden Sie keine jungen Frauen aus?

 

15 Kommentare zu “Frauenpower für das SHK-Handwerk

  1. Ich finde Ihren Beitrag über den Girls-Day und die Ausbildung zum Anlagenmechaniker SHK sehr wichtig und inspirierend. Ich habe selbst eine solche Ausbildung gemacht und bin sehr stolz auf meinen Beruf. Ich habe viel gelernt und kann jeden Tag etwas Neues und Spannendes erleben. Ich kann Ihnen nur raten, sich professionelle Hilfe bei der Ausbildung zum Anlagenmechaniker SHK zu holen, wenn Sie einen vielseitigen und zukunftssicheren Beruf erlernen wollen.

  2. Danke für den Beitrag. Ich finde es richtig gut, dass durch den Girls-Day Mädchen auch anderen vor allem männerdominierte Berufe kennenlernen. Eine Freundin von mir macht gerade eine Ausbildung in der Sanitärtechnik und ihr gefällt es richtig gut.

  3. Meine Cousine sucht derzeit gerade nach Stellenangeboten als Anlagenmechanikerin. Schade eigentlich, dass diese Berufe immer noch als Männerberufe gelten. Ich hoffe, dass sie einen passenden Betrieb finden wird.

  4. Hallo und vielen Dank für den guten Artikel. Gut dass das Handwerk auch beim Beruf Anlagenmechaniker Zeichen setzt. Vielleicht ist das auch ein Schritt den Fachkräftmangel beseitigen zu helfen.

  5. Zur Antwort von Frank Schweizer (02.05.2014):

    In Eurer Firma geht ja ganz schön die Post ab!

    Weil besonders die weiblichen Lehrlinge bisher nicht nur ihre männlichen, gleichaltrigen Kollegen in die Tasche steckten, sondern besonders bei der älteren Kundschaft durch ihre große Einfühlsamkeit besondere Anerkennung finden, schlage ich Folgendes vor:

    Alle Verantwortlichen der verschiedenen Wirtschaftsministerien und SHK-Handwerkerfirmen sollten sich einmal Gedanken machen, wie eine kombinierte Ausbildung für die zuverlässigen jungen Damen gestaltet werden kann, damit sie für die notwendigen Service- sowie Montagearbeiten im SHK-Handwerk gerüstet sind, aber bei Bedarf gleichzeitig vorzugsweise die gleichen Kunden in der Altenpflege zu hause betreuen können!

    Die Grundausbildung dürfte ähnlichen Charakter haben, während in Sonderlehrgängen die Feinheiten der häuslichen (natürlich nicht medizinischen) Betreuung relativ schnell zu erlernen wäre……

    Damit würde auch für die junge Weiblichkeit die Grundlage geschaffen werden, z.B. nicht nur ein Traumbad zu planen und einzubauen, sondern gleichzeitig mit genießen zu können, wie sich die (vorwiegend) älterere Kundschaft als Auftragsgeber in der Praxis mit deren Unterstützung darin wohlfühlt!

    So ist denkbar, dass beim nächsten „Girls Day“ aufgrund der Mehrfacheinsatzmöglichkeiten die jungen Damen überall Schlange stehen!

  6. Ob der Girl’s Day wirklich etwas bringt ist schwer zu sagen. Wenn jemand eine Statistik kennt wäre das sicher mal interessant etwas darüber zu lesen. Unserer subjektiven Meinung nach bringt der Tag jedoch zumindest insoweit etwas, dass man den Mädchen neue Berufe zeigen kann, an die sie selbst vorher vielleicht noch nicht gedacht haben. Daher ist er sicher eine gute und lohnende Veranstaltung.

  7. Eine Frage: Den Girls’s Day gibt es ja jetzt schon einige Zeit. Rentiert sich der? Kommen spürbar mehr Frauen ins Handwerk?
    Wenn man die Diskussionen um Frauen in Managementpositionen betrachtet, vermute ich, dass es leider noch lange Zeit dauern wird, bis hier Gleichstand herrscht.
    LG, Caroline

  8. Natürlich gehören Frauen in das Handwerk! Aber leider ist es zumeist doch recht schwierig Mädchen für unseren Beruf zu begeistern. Wir beteiligen uns immer beim jährlichen Girls-Day in den Kölner Schulen und versuchen zu zeigen, dass der Beruf als Anlagenmechanikerin im Bereich Sanitär, Heizung und Klima nichts mehr mit dem berühmten „Griff in’s verstopfte Klo“ zu tun hat. Ich denke hier ist jedoch ein Imagewandel in unserer Branche notwendig, und das nicht nur um mehr Mädchen für diesen vielseitigen Beruf zu interessieren.

  9. Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen,
    wir haben aktuell in unserem Betrieb (derzeit 12 Mitarbeiter) 2 weibliche Lehrlinge. Der 3. weibliche Lehrling hat am Dienstag den Lehrvertrag unterschrieben.
    Ich kann nach heutiger Sicht nur dazu raten, weiblich Lehrlinge einzustellen.
    Vom Sach- und Fachverstand würde ich fast behaupten, dass die Damen unsere bisherigen männlichen Lehrlinge (im gleichen Lehrjahr) in die Tasche stecken.
    Bei unserer Kundschaft kommen die Damen sehr gut an. Vor allem bei unserer älteren Kundschaft sind sie Dank ihrer ausgeprägteren Einfühlsamkeit sehr gefragt.
    Schulisch gesehen ist eine unserer Auszubildenden sowohl in der Werkstatt als auch in der Theorie derzeit mit Klassenbeste (wird hoffentlich auch so bleiben).
    Sicherlich sind manche Aufgaben für Frauen schwieriger zu bewerkstelligen. Man(n) denke nur einmal an alte Guss-Badewannen im 4. OG oder schnuckelige, zu tauschende 1MW-Gussgliederheizkessel. Hier stehen aber unsere männlichen Mitarbeiter gerne zur Hilfe bereit.
    Zudem werden genau diese Aufgaben immer weniger.
    Nur schade, dass es Bundesweit nur so wenige Bewerberinnen gibt. Aber vielleicht gibt es hier eine Trendwende zu verzeichnen…

  10. Hallo meine lieben Kollegen,

    hier meldet sich mal eine Kollegin zu Wort und grüßt Euch alle in der „Männerdomäne“.
    Wir Frauen haben natürlich Zukunft in unserem vielseitigen Beruf und mit starken Männern an der Seite ist doch alles machbar.
    Habe 2001 meine Meisterausbildung erfolgreich abgeschlossen und 2005 den elterlichen Betrieb übernommen. Am liebsten plane und baue ich Traumbäder.
    Dann bleibt alle schön fröhlich und werbt viele Damen für unseren Berufsstand!
    Beste Grüße! Anett

  11. Hallo SHK-Handwerk,

    „Frauen stehen Ihren Mann“ und zwar nicht erst in der Zukunft, sondern schon seit über 20 Jahren. In den 80er Jahren (Schülerberg) wurde unter der Förderung des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg für „Mädchen in gewerblich-technischen Berufen“ geworben, mit Erfolg! Nicht nur als Anlagenmechanikerin, auch als KFZ-Mechatronikerin und in anderen „Männerberufen“ haben junge Frauen die Chance genutzt und sich nicht selten mit Preisauszeichnungen gegenüber den Jungs behauptet.

    Die FLIZ-Meistervereinigung Stuttgart (Flaschner/Installateure und Heizungsbauer) hat Frauen als Mitglieder, also geht auch der Aufstieg, denn eine Frau mit Fachkompetenz spricht die Kunden positiv an und ist als Fachfrau, als Geschäftsführerin bzw. Betriebsinhaberin nur nicht so stark verbreitet. Auch „Meistertöchter“ sind im Betrieb wertvoll als handwerkliche „Könner“, oft mit Zusatzausbildung als Betriebswirtin.

    Aus meiner aktuellen Teil-Tätigkeit als Meisterprüfungsausschuss-Vorsitzender z.B. der Kfz.-Techniker kann ich von einigen Frauen berichten. Die stehen im Beruf ihren männlichen Kollegen in nichts nach!
    Also weiter so! „tue Gutes und rede darüber“. In diesem Sinne grüßt Sie
    Werner Füeß, Betriebsberater, Ausbildungsberater und Coach für Jugendliche, Ehrenvorsitzender der FLIZ e.V.

  12. Ich finde, dass Frauen auf jedenfall in unserem Beruf eine Zukunft haben und wir brauchen diese auch.
    Wir haben auch schon eine Ausgebildet als Anlagenmechanikerin und haben immer wieder Praktikantinnen leider keine Auszubildende mehr.
    Am heutigen Girls Day hatten wir wieder 4 Mädchen aus der 7.Klasse.

  13. Hallo zusammen kenne auch eine weibliche Anlagenmechanikerin.
    Die eigene Tochter macht ein super Job.Kann es den Kollegen nur empfehlen.Kommt sehr gut bei Kundschaft an, des weiteren bei Beratungen ein Verkaufstalent.Also traut euch.!!!

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